Bedeutung: Das
Zisterzienserkloster Maulbronn in Baden - Württemberg aus dem 13. - 16. Jh. ist eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen aus gotischer Zeit. Kurzbeschreibung: Um den aus verschiedenen Bauepochen stammenden Kreuzgang, der nördlich der Klosterkirche liegt, gruppieren sich im Osten der durch 3 Stützen unterteilte Kapitelsaal, der mit dem Kreuzgang durch grosse Maßwerkfenster in Verbindung steht, sowie der Durchgang zu dem netzgewölbten spätgotischen Parlatorium. In
der Mitte des Nordflügels liegt gegenüber der achteckigen Brunnenkapelle die senkrecht zum Kreuzgang angeordnete zweischiffige Halle des Herrenrefektoriums, dessen sechsteilige Gewölbe einen Stützenwechsel zwischen starken und schwächeren Rundpfeilern bedingen. Neben dem Herrenrefektorium liegt östlich das Calefaktorium (Wärmestube) und südlich die Klosterküche (abgebrochen), die somit die Verbindung zum Laienrefektorium im Westflügel, einer zweischiffigen kreuzgewölbten Halle mit
gekuppelten Säulen als Mittelstützen, überleitet. An einem Durchgang schliessen sich im Südteil des Westflügels ein Flur und der Klosterkeller an. Ursprünglich war der Westflügel der Laienbrüder ganz gegen den Kreuzgang abgeschlossen. Die Laienbrüder gelangten von ihrem Obergeschoss gelegenen Dormitorium über eine Treppe und dem Westflügel vorgelegten Gang in das Paradies bzw. in die Kirche. Die Mönche dagegen kamen aus ihrem im Obergeschoss des
Ostflügels gelegenen Dormitorium über eine Treppe in den Nordarm des Querschiffs. Mönchs- u. Laienbrüderkirche wurden durch den Lettner getrennt. |