HomeIndex & WebGalerieBerühmtGeschichteBauenSuche

Sie sind hier: GESCHICHTE

AGBImpressumKontaktFAQ / HilfeINDEX / WEBArchitekten & Ingenieure im IndexGALERIEBerühmte Architekten & IngenieureBERÜHMTArchitekturHighlights in der ArchitekturLandschaftenGESCHICHTEBaustile & EpochenBerühmte GebäudeBAUENENEV 2009EEGArchitekturlexikonSUCHESuche auf Avilla.deSuche im Index & Webkatalog

UNESCO Weltkulturerbe Deutschland

Aachen - Dom - ehem. Pfalzkapelle, 788 - 805 gew. von Odo aus Metz

Bedeutung:

Die Baukunst der Zeit Karl des Großen und seiner Nachfolger bestätigt die Berechtigung, von einer karolingischen Renaissance zu sprechen.

Es ist ein Glücksfall, dass die Aachener Pfalzkapelle (heute Dom), die zu Karls späterem Lieblingspalast gehörte und 805 geweiht wurde, erhalten ist. Hier ist alles von höchster Qualität und alles beweist des Kaisers Absicht, römisch, kaiserlich und christlich zu bauen: Säulen aus Italien, die edlen Bronzegitter und vor allem der Plan, der in seine wesentlichen Bestandteilen auf St. Vitale in Ravenna zurückgeht. Hier, wie in der Schrift, der Buchmalerei und der lat. Dichtung ist die bewusste Renaissance der Spätantike evident.

Kurzbeschreibung:

Um ein mittleres Achteck gruppiert sich ein in 2 Geschossen aufgebautes äusseres Sechzehneck, in dessen Erdgeschoss kreuzgewölbte quadratische Flächen mit eingeschobenen Dreieckselementen abwechseln.

Über diesem Umgang entwickelt sich eine Empore, die von nach innen ansteigenden Tonnengewölben überdeckt ist. Letztere haben den Schub des über dem mittleren Zentralraum sich entwickelnden Klostergewölbes aufzunehmen. Zwischen dem Ansatzpunkt der Tonnen bzw. des Klostergewölbes ist noch eine tambourähnliche, durch Fenster belichtete Zwischenzone eingeschoben.

Während der für das Gefolge bestimmte untere Umgang relativ niedrig gehalten ist, steigen die Emporen fast doppelt so hoch an, so dass deren Öffnungen nach dem Mittelraum durch zweigeschossige Säulengalerien aufgeteilt sind.

Für diese zweigeschossige Gliederung liegt keine innere Notwendigkeit vor. Sie erklärt sich durch die Tatsache, dass man kleine Säulen aus Ravenna hier wieder verbauen musste. Auch der Wechsel zwischen verschiedenfarbigen Steinschichten geht auf byzantinische Bautradition zurück. Das Vorbild für die Pfalzkapelle war St. Vitale in Ravenna, die Hofkirche der byzantinischen Kaiser bzw. Exarchen.

Während Aachen in der Grundrissdisposition die Konchen streicht, die in Ravenna das mittlere Raumelement umgeben, erscheint die Gewölbeformulierung der Pfalzkapelle gegenüber dem Vorbildbau weit differenzierter. Die Aussenerscheinung des Bauwerks wird heute durch einen hochgotischen Chor, durch spätere Anbauten sowie durch Veränderung der Dachformen beeinträchtigt.

Ursprünglich waren dem Bauwerk eine von zwei Treppentürmen flankierte Portalvorhalle und ein Atrium vorgeblendet. Diese Gruppierung ist weit vollkommener in der Gestaltung als der in der Disposition ähnliche ravennatische Vorbau und ein höchst imposanter Auftakt für eine kaiserliche Hofkirche.

zurück

Übersicht

 

Architektur Deutschland, USA, Brasilien, Norwegen

Architekten und Ingenieure im Index

Bedeutende und bekannte Gebäude

Immobilien
suchen
Zimmer
EUR
Erweiterte Suche
Private Anzeige für nur 19,95 €
Wohnimmobilien
Miete Kauf
Wohnen auf Zeit
Gewerbe
Miete/Pacht Kauf
Anlageobjekte
Immonet.de - Hier finden sie Ihr neues Zuhause
Hier finden Sie Ihr neues Zuhause
www.immonet.de