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Baustile & Epochen

Renaissance ( 1420 - 1525)

Das ital. Wort >rinascita< bedeutet >Wiedergeburt< und wurde bereits von den Gelehrten jener Zeit verwendet, um auf das Wiederaufleben der röm. Antike hinzuweisen. Heute bezeichnet man mit Renaissance die ital. Kunst und Architektur von ca. 1420 bis um 1520-25, aber auch die von ihr abhängige Kunst der anderen europäischen Länder. Die Renaissance wurde vom Manierismus und vom Barock abgelöst.

Die Renaissance begann in Florenz, wo es schon in der Romanik zu einer Protorenaissance gekommen war, die in gotischer Zeit im Werk der aus Süditalien eingewanderten Familie Pisano in Siena und Pisa Nachfolge fand. Die erste Phase der Renaissance in Mittel und Oberitalien bezeichnet man als Frührenaissance (15.Jh.). Sie blühte auch an den Fürstenhöfen von Rimini, Mantua und Urbino. Nach der Verlagerung des künstlerischen Schwergewichtes nach Rom durch die Übersiedlung Bramantes, Michelangelos und anderer bedeutender Künstler kommt es dort zu einem Stil, der sich unmittelbar an den Vorbildern der röm. Kaiserzeit orientiert und den wir Hochrenaissance nennen.

Hauptkennzeichen der Renaissance ist die Besinnung auf die >antike< Vergangenheit, die sowohl die ital. Protor. als auch die röm. und frühchristl. Architektur umfasst: Wiederaufnahme der antiken Säulenordnungen, Streben nach klarer, orthogonaler Gliederung, Verwendung einfacher geom. Grundformen wie Kugel, Würfel, Quader und Zylinder und die harmon. Proportionierung der einzelnen Bauteile. Für den Kirchenbau ist neben der Tendenz zum Zentralbau die Übernahme des röm. Triumphbogen-Motives wichtig, das sich sowohl im Aufriss als auch im Innenraum ausdrückt: ein nicht durch Joche unterteilter, tonnengewölbter Saalraum mit seitlichen Kapellen.

In den nichtital. Ländern begann die Renaissance mit der Übernahme ital. Renaissancemotive, aber die daraus entstandenen Stile wie die dt. oder die frz. Renaissance haben nur wenig mit der ital. Renaissance gemein, da ihnen deren charakterist. Züge, wie die aus der röm. Antike abgeleiteten Details und das Gefühl für die klassische Proportionierung, fehlen.

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